Garten-Tagebuch

  • weitere Vorbereitungen (12. 3. 25)

    Das Stangenbohnenbeet ist fertiggestellt.

    Am Rand der Beete nach Norden sollen in einer schmalen Reihe Zwiebeln stehen. Es ist ungewiss, ob das denn nun wirklich klappen kann: Da ist halt bislang unbestellte Wiese und der Boden ist nicht sonderlich dolle. Aber vielleicht sieht es gut aus. Mal seh’n. Für das Stecken der Zwiebeln wird eine Nut gestochen, ca. 15 m lang.

  • weitere Vorbereitungen (10. 3. 25)

    Das Stangenbohnenbeet weiter vorbereitet.

    Bäume, Sträucher, Rosen mit altem Universaldünger versorgt

    Auf dem Balkon stehen bei uns Eimer (in denen vor allem Tomaten gedeihen) und Blumenkästen. Darin verwendet wir die odentliche ‚Blumenerde‘ aus dem Baumarkt. Im Herbst landet dieses Substrat so wie es ist, im Garten, um im kommenden Jahr zur Auflockerung des Bodens sowie zur ‚Verdünnung‘ des Kompostes Verwnedung zu finden. Jetzt wurden die Substratklumpen von Wurzeln und unerwünschtem Grünzeug befreit.

  • Gartenruhe wird beendet (8. 3. 25)

    Vorbereitung des Beetes für Stangengohnen begonnen. Die Bohnen sollen nun an zwei Netzen hintereinander wachsen – im vergangenen Jahr waren die Netze Zelt-artig schräg gegeneinander gestellt (das war letztlich unhandlich).

    Bewuchs vom Kompost entfernt.

  • Kompost-Optimierung (7. 3. 25)

    Es gibt in unserem Garten drei Komposthaufen. Meist wird einer davon zum Sammeln neuen Materials genutzt, die beiden anderen werden in Ruhe gelassen zur eigentlichen Kompostierung. Wir können nur Kaltkompostierung nutzen, weil für eine Heißrotte im Garten nicht ausreichend Material anfällt. Das mag in einigen Jahren anders sein.

    Im Herbst gibt es mit der Ernte recht viel Kompostierbares und die zwei Haufen sind dann gut gefüllt. Sie werden im Frühjahr zum ‚Ernten‘ des Kompostes umgesetzt. Beim Umsetzen wird das Material gesiebt. Alles, was noch nicht in den Beeten verwendet werden kann, kommt geschichtet mit dem zwischenzeitlich gesammelten Zeug wieder auf einen Haufen.

    Im letzten Herbst waren die Haufen reichlich gefüllt. Ich habe sie erstmals mit einem Wollvlies abgedeckt.

    Die beiden Haufen sind ähnlich stark zusammengesunken wie in früheren Jahren aus. Die Umsetzung des Materials ist bis unter das Vlies erfolgt. Ohne ein solches Vlies blieb sonst obenauf eine Schicht trockenen Zeugs. Diesmal ist die Ausbeute also deutlich besser.

    Kaltkompostierung unter Vlies – so sah es bis Anfang März aus
    Kaltkompostierung unter Vlies – so sah es unter dem Vlies aus
  • Gründüngung als Bodenbedecker (4. 3. 25)

    Zottelwicke als Gründüngung im Januar vs. März

    In einem Bereich, wo im letzten Jahr zum Teil noch allerlei wildes Grünzeug sich breitmachte, sollen in diesem Jahr Stangenbohnen wachsen. Das Wetter war meist regnerisch und es war fies, das Beet anzulegen. Und außerdem waren wir auf Reisen. Damit unerwünschtes Grünzeug nicht überhandnimmt, wurde Zottelwicke eingesät. Die ist gut gewuchert und hat den Boden bedeckt – und damit anderes Grünzeug das Licht geraubt. Das linke Bild ist von Mitte Januar. Im Februar/März gab es einige wenige sehr kalte Nächte und die Zottelwicke ist erfroren, zu Mulch geworden und hat den Bereich für ein Beet vorbereitet.

    Die drei Bodenhülsen links im Bild sind für die Stangen vorgesehen, an denen die Netze für die Bohnen befestigt werden. Weiter hinen im Bild sind Reihen mit Erdbeeren und dahinter der schon teils abgeerntete Rosenkohl.

  • Gartenwinter: Winterruhe und Vorbereitungen (3. Januarwoche)

    Reihen für Tiefwurzler angelegt und Zwiebeln gesteckt

    Auf den meisten Beeten hat in den letzten Wochen keine Bearbeitung stattgefunden, in manchen Reihen ist das seit einigen Monaten so. Die Flächen wurden im Herbst mit Ernteresten und anderem Zeug gemulcht. Der Mulch ist mittlerweile vergangen/weggemampft. Auf und im Boden sind allerlei Viecher/Pilze/Pflanzen aktiv. Das ist in vielen Fällen hilfreich für die weitere gärtnerische Nutzung. In manchen Fällen ist das nicht allumfassend erfreulich: bei manchen Gräsern ist das so. Bis Mai haben wir Zeit, alle Beete/Reihen vorzubereiten. Es ist reichlich zu tun. Bei manchen Reihen werden wir jetzt schon mit der Bestellung beginnen.

    Es wurde auch Gründüngung als Bodendecker eingebracht. Allerdings haben wir bis recht spät im Jahr geerntet (bei den Buschbohnen gab es teils drei ‚Durchgänge’) und waren dann mal unterwegs. Dann war es dann doch etwas zu spät im Jahr, dass die Zottelwicke noch überall auflaufen konnte.

    Es wurden ein paar Reihen für Tiefwurzler gelockert (wo die sind, steht ja im Plan). Und es wurden die ersten Steckzwiebeln gesteckt. Von der letztjährigen Knoblauchernte wurden etliche Zehen abgezweigt und die wurden schon vor’m Winter gesteckt.

  • Gartenwinter: Ernte, Vorbereitungen, Ruhe (2. Januarwoche)

    Rosenkohlernte Anfang Januar 2025
    Auf dem Wilden Hang bleiben die verdorrten Stängel vorerst stehen: Noch gibt es Samen für die Vögel und hier und da nutzen Insekten das Stängelinnere als Schutz.

    Mal wieder Rosenkohl geerntet (es ist nicht das erste Mal).

    Ansonsten ist im Garten nicht viel Dringliches zu tun und es kann gemächlich losgehen. Es wurden ein paar Reihen vorbereitet für Steckzwiebeln und Knoblauch sowie für Pflanzen mit eher tiefen Wurzeln (Möhren, Porree, Rettich, Petersilienwurzel).

    Die dürren Stängel auf dem Wilden Hang bleiben noch länger stehen: Die Vögel turnen herum und finden hier und da noch ein paar Samen und in manchen Stängeln überwintern Insekten bzw. deren Brut. Später werden die Stängel in Rankhilfen für Erbsen und Bohnen untergebracht und die kürzeren Stücke dienen als Markierhilfe.

  • Nach der Planung ist vor der Planung

    Zu einem Kleingarten, wenn er denn trotz des begrenzten Raumes naturnah gestaltet sein und als Gemüsegarten genutzt werden soll, gehört eine Planung: Welche Bereiche werden wie, wann und wie lang wofür genutzt. Manches bleibt über Jahre weitestgehend gleich, anderes ändert sich über die Monate. Zu Letzterem gehört die Nutzung der Beete.

    Beetplanung 2025
    Beetplanung für 2025

    Wir wirtschaften in Reihenmischkultur. Dabei sind die Gemüsearten in Reihen angeordnet. Die Reihen werden zweckmäßig unterschiedlich besetzt: Sowohl räumlich (benachbarte Reihen beherbergen stets unterschiedliche Gemüsearten) als auch zeitlich (von Saison zu Saison wird dieselbe Reihe unterschiedlich genutzt).

    Die fünf Beete sind 3 * 5 Meter groß. Eines wird für einige Jahre für Erdbeeren genutzt. Auf den weiteren vier Beeten sind im Abstand von 25 cm mithilfe von Leinen die Reihen markiert. Alles Gemüse wird in diese Reihen gesetzt/gesät, für raumgreifende Arten bleiben benachbarte Reihen frei. Von Jahr zu Jahr rücken den Arten eine Reihe weiter. Zudem werden die Markierungen für die Reihen um 12,5 cm versetzt. Damit soll es unseren Nahrungskonkurrenten erschwert werden, sich an einem Ort festzusetzen und einer möglicherweise einseitigen Nutzung des Bodens vorgebeugt werden.

    Eigentlich wäre die Planung sehr simpel: Die Reihen ‚nur‘ weiterrücken. Aber nicht alles geht wirklich überall (an manchen Stellen ist mehr Schatten), manchmal gab es im Vorjahr zu viel/zu wenig von manchem Gemüse, manchmal wird etwas anderes ausprobiert, …

    Und die Planung kann nicht immer umgesetzt werden: Mal klappt es nicht mit dem Wetter, mal geht eine Saat nicht auf, mal gibt es zu viele Nahrungskonkurrenten – dann macht man halt etwas anderes. Und das klappt mal besser, mal nicht so gut.

    Was so alles passiert ist, lässt sich ein wenig am im vergangenen Jahr nach und nach nachgearbeiteten Plan 2024 erkennen. Der Plan 2025 ist noch akkurat. Schau’n m’r mal …

    Beetplanung 2024
    Beetplanung für 2024 am Jahresende
  • Ertrag 2024

    Zusammengerechnet im März 2025 – denn ein paar wenige Pflanzen (z. B. Rosenkohl), die in 2024 angebaut wurden, konnten noch in 2025 geerntet werden.

    Erbsen 8.418 g
    Knoblauch 64 St.
    Buschbohnen 15.265 g
    Möhren 12.900 g
    Hokkaida 10.019 g
    Steckzwiebeln rot 2.366 g
    Steckzwiebeln weiß 643 g
    Stuttgarter Riesen 4.592 g
    Zucchini 9.357 g
    Gurken 3.734 g
    Wirsing 1.823 g
    Kohlrabi Superschmelz 12.451 g
    Rote Bete 4.847 g
    Weißkohl 4.104 g
    Tomaten 43.906 g
    Spitzkohl rot 7.222 g
    Rosenkohl 4.603 g
    Ertrag 2024

    Offenbar haben wir nicht alles erfasst: Erdbeeren gar nicht, Zwiebeln waren wohl mehr … nun ja

  • Prämierung des Gartens

    Im Juli 2024 hatten wir Besuch von einem Gartentester. Bei dem Test geht es um die naturnahe Gestaltung des Gartens.

    Die Bewertung wird anhand einer einheitlichen Kriterienliste durchgeführt. Relevante Aspekte dabei sind u. a. die Vielfalt der Pflanzenarten (insbesondere der heimischen) und Lebensräume, Pflege ohne Mineraldünger, Gifte und Torf, vernünftige Wassernutzung, Einrichtung von Biotop-Elementen, Verzicht auf unnötige künstliche Beleuchtung.

    Wenn eine bestimmte Punktzahl erreicht ist, erhält man eine Prämierung dokumentiert mit einer Plakette. Mittlerweile gibt es in Deutschland wohl gut 250 solcher Gärten. Und davon nun auch einer in Fulda. Die ‚Prämierten Paradiese‘ sind auf der ‚Grünen Landkarte‘ eingetragen.